Sprungmenü:
Inhalt

Aktuelle Artikel

Nachstehend finden Sie aktuelle und allzeit gültige Veröffentlichungen sowie interessante Texte zu den verschiedensten Themenbereichen. Blättern Sie sich doch mal durch! Weitere Artikel finden Sie unter www.ihre-heilpraktiker.de

» Vorboten eines Burn-out-Syndroms

Vorboten eines Burn-out-Syndroms

1.Die Toleranzschwelle sinkt
Sie verlieren immer schneller die Geduld: die Schlange vor der Kasse, die Musik in der Warteschleife gehen Ihnen auf die Nerven. Sie reagieren immer empfindlicher auf Anmerkungen, Aussagen und kritische Anmerkungen von nahestehenden Personen.

2. Nicht nein sagen können
Sie stellen die eigenen Bedürfnisse vermehrt zurück. Überstunden sind normal. Sie grenzen sich immer weniger ab um des lieben Friedens willen.

3. Überall erreichbar sein
Telefon, Handy, E-Mail, Whats app, soziale Medien verstärken den Druck, immer und überall erreichbar zu sein. Wer täglich mehr als 60 Minuten per Handy telefoniert, erhöht das Risiko für ein Burn –out-Syndrom. Und was die WLAN Strahlung in nächster Nähe bewirkt, ist noch lange nicht bewiesen…

4. Die Aufgaben wachsen
Sie machen sich unentbehrlich als Problemlöser und muten sich in einer immer hektischeren und schnellebigeren Zeit viele Dinge zu, die Sie nicht problemlos bewältigen können.

5. Verabredungen werden abgesagt
Normalerweise macht es ihnen Spaß, Freunde zu treffen. Doch nun ertappen sie sich häufig dabei, dass Sie Verabredungen nicht mehr als Freude, sondern als Belastung empfinden und lieber zu Hause bleiben.

6. Geräuschempfindlichkeit nimmt stark zu
Meist nehmen wir Geräusche in unserer Umgebung kaum wahr. Doch in der Vorstufe des Burn-out-Syndroms können bereits tickende Uhren nerven.

7. Sie werden zynisch
Bissige Bemerkungen und bitterböse Witze über sich selbst und andere bedeutet nichts anderes als innere Spannungsfelder abzubauen.

» Weißbrot gegen Krebs

Weißbrot gegen Krebs

Unter diesem reißerischen Aufmacher erschien in der Süddeutschen Zeitung im Wissensteil am 14.Februar (im Internet datiert auf den 15.Februar) ein Artikel von Anousch Mueller. Da ich mittlerweile häufig auf diesen Artikel angesprochen werde und trotzdem mit der Kommentierung Gefahr laufe, ihn aufzuwerten, sehe ich mich genötigt, gegen diesen bodenlosen Unsinn eindeutig Stellung zu beziehen.

Gleich zum Eingang ihres Artikels beschreibt Frau Mueller eine neuraltherapeutische Behandlung einer Patientin. Hierbei ist festzuhalten, dass die Neuraltherapie eine Behandlungsmethode ist, die mit der so genannten „sanften Medizin“ recht wenig zu tun hat. Dass diese Injektionsmethode erlernt werden muss, steht außer Zweifel. Die Heilpraktikerverbände bieten in ihrer Fortbildung auch ausreichend Möglichkeiten, sich in diesen Therapieverfahren aus- und weiter zu bilden.

Die von Frau Mueller beschriebene Neuraltherapie geschieht im Rahmen einer Heilpraktikerausbildung an einer nicht näher benannten Berliner Ausbildungsstätte. Sie bezeichnet die Behandlung als „illegalen Akt“. Begründet wird die Aussage mit der Einlassung, dass die invasive Neuraltherapie seit 2006 den Heilpraktikern verboten sei. Das ist bereits falsch. Es ist richtig, dass Procain und Lidocain, die in unseren Praxen meist verwendeten Lokalanästhetica, für die Behandlung durch Heilpraktiker nur noch zur Injektion in die gesunde Haut und nicht kombiniert mit anderen Medikamenten zugelassen sind. Nun hat sich bereits seit Verwendung dieser Medikamente herauskristallisiert, dass einige Patienten diese nur schlecht vertragen und einige Kollegen generell ein Problem damit haben, ein Betäubungsmittel zu injizieren. Von der Industrie wurden in der Vergangenheit auch Präparate entwickelt (Sensiotin, um nur ein Beispiel zu nennen), die eine neuraltherapeutische Therapie mit homöopathischen Präparaten ermöglichen. Diese Therapie ist der mit Procain und anderen Lokalanästhetica durchaus ebenbürtig.

Auch die angebliche Einlassung eines Studenten, diese Therapie dürfe nur unter Ultraschallkontrolle durchgeführt werden, ist falsch. Die von Frau Mueller apostrophierte Aussage des Dozenten, „wer sich in Anatomie auskennt, braucht kein Ultraschallgerät“ ist ebenso wenig professionell wie nicht nachprüfbar.

Weiter führt die Autorin aus, sie habe in ihrer Heilpraktikerausbildung erlebt, dass viele sehr selbstbewusst ihre Befugnisse übertreten. Das ist grundlegend falsch.
Mit Urteil vom 29. 1. 1991 hat der Bundesgerichtshof entschieden: "Wendet ein Heilpraktiker bei Patienten invasive Diagnose- und Therapiemethoden an, unterliegt er denselben Sorgfaltspflichten wie ein Arzt für Allgemeinmedizin, der mit solchen Methoden behandelt. Er ist zur Fortbildung auf diesen Gebieten verpflichtet." (Az.: VI ZR 206/90) Wer gegen dieses Urteil verstößt, muss mit straf- und zivilrechtlichen Konsequenzen sowie mit dem Widerruf seiner Zulassung als Heilpraktiker rechnen.

In der Folge dieser massiven Angriffe gegen einen etablierten Berufsstand begibt sich Frau Mueller in die Verschwörungsszene und berichtet, dass Schüler (es gibt an Heilpraktikerschulen keine Studenten) massiv esoterisch indoktriniert würden, ihnen Impfangst eingejagt und Tollwut mit homöopathischen Mitteln geheilt werde. Ich weiß  nicht, an welcher Ausbildungsstätte Frau Mueller gewesen ist, aber von derartigen Maßnahmen habe ich bei den mir bekannten Ausbildungsstätten (und das sind nicht wenige) noch nie gehört.

Frau Mueller behauptet, Heilpraktiker würden „oftmals“ ihren Patienten von Impfungen oder anderen medizinisch sinnvollen Therapien abraten. Das ist natürlich ebenfalls hanebüchener Unsinn. Kein Heilpraktiker würde einem Patienten eine sinnvolle Therapie schlecht reden oder von Impfungen abraten – das darf er auch gar nicht.

Im Weiteren beschreibt Frau Mueller, dass der Heilpraktiker kein anerkannter Ausbildungsberuf sei. Das ist natürlich ebenso falsch wie die Behauptung, das Heilpraktikergesetz sei ein Nazigesetz. Die Kernpunkte des Heilpraktikergesetzes entstanden schon Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Nationalsozialisten wollten mit der damaligen Fassung des Gesetzes für ein Aussterben des Berufsstandes sorgen. Nach Ende des zweiten Weltkrieges wurde das Heilpraktikergesetz durch mehrere gerichtliche Auseinandersetzungen in seine heutige Form gebracht und ist seither ein „Verbotsgesetz mit Erlaubnisvorbehalt“. Das Besondere am Heilpraktikergesetz ist jedoch, dass in keinem anderen Gesetz über medizinische Berufe die „Ausübung der Heilkunde“ so klar dargelegt ist. Wollte man das Heilpraktikergesetz abschaffen, müsste ein Großteil der Rechtsprechung der vergangenen knapp 100 Jahre, in welchen Bezug auf diese Formulierung genommen wird, ebenfalls aufgehoben werden.

Wenn Frau Mueller kritisiert, dass es keine Ausbildungsregelung in unserem Beruf gibt, kann man ihr das nicht absprechen. Die Verbände und insbesondere der Heilpraktikerverband Bayern mit seinem richtungsweisenden Konzept für eine qualitativ hochwertige Ausbildung verfolgt aber eben diese Ziele und hat durch seine Verbandsstruktur hinsichtlich Ausbildung und Weiterbildung Standards gesetzt, an denen sich Heilpraktiker im Zweifelsfall messen lassen müssen.

Fast überflüssig ist der nächste Absatz. Hier wird beschrieben, dass der Ausbilder seine chiropraktischen Eingriffe auf die Halswirbelsäule ausdehnte, was – laut Frau Mueller – Nichtmedizinern verboten sei. Das ist natürlich nicht wahr.

Besonders Pikant ist der Absatz, in der die Autorin beschreibt, ein Dozent für Kinesiologie habe bei einer Patientin die Nussallergie gelöscht und sie könne jetzt wieder Erdnüsse essen. Der Dozent hat Recht, denn Erdnüsse sind Leguminosen und keine Nüsse.
Und auf den Titel ihres Artikels geht die Autorin damit ein, dass der Ernährungstherapeut geraten habe, eine Krebserkrankung mit einer speziellen Diät zu bekämpfen. Dass er angeblich von einer Chemotherapie abgeraten haben soll, halte ich für unwahrscheinlich. Der in die Schlagzeilen gekommene Therapieplan bei malignen Erkrankungen stammt im Übrigen von einem mittlerweile in den Niederlanden ansässigen Kölner Arzt und nicht von einem Heilpraktiker.

Zur Aussage über die Formulierungen gegen die Impfungen darf ich höflich darauf hinweisen, dass Impfungen in der Medizin generell nicht unumstritten sind und die bekanntesten Impfgegner allesamt Ärzte sind.

In dem Artikel wird ferner behauptet, es gebe 35000 Heilpraktiker, davon 27000 Frauen, die im Jahr 15 Millionen Behandlungen vornehmen würden.
Das ergäbe pro Heilpraktiker 429 Behandlungen pro Jahr oder 36 pro Monat. Schwer vorstellbar, dass damit die anhaltende Beliebtheit der in unseren Praxen angewendeten Methoden begründet werden können, die zutreffend inzwischen rund 70 Prozent der Menschen befürworten. Und ebenso unvorstellbar, dass ein Heilpraktiker mit nur 36 Behandlungen im Monat wirtschaftlich überleben kann.

Im weiteren Verlauf ihres Artikels bezieht sich Frau Mueller auf die Tatsache, dass die Berufsausübung in  Österreich nicht erlaubt ist, vergisst aber – ganz nebenbei – zu erwähnen, dass es in der Schweiz sehr wohl Heilpraktiker und Naturärzte gibt, die wie wir in Deutschland ausgebildet sind und arbeiten.

Die Ohrfeigen, die Frau Mueller der amtsärztlichen Überprüfung verpasst, sind sehr ungerechtfertigt. Die Anforderungen in der Heilpraktikerüberprüfung vor dem Gesundheitsamt sind außerordentlich hoch und ein Angehöriger eines gesetzlich geregelten medizinischen Ausbildungsberufes sagte mir vor einiger Zeit, er hätte nicht gedacht, dass die Anforderungen derartig hoch wären. Da war er gerade in der Prüfung durchgefallen.

Zur wiederholten Kritik an den von Heilpraktikern ausgeübten Therapieverfahren verweise ich auf das eingangs zitierte Urteil.

Im Abspann relativiert die Autorin den Erfolg der Heilpraktiker dahingehend, dass sich Patienten von den Ärzten nicht ernst genommen fühlten und zum Heilpraktiker gingen, weil dieser mehr Zeit und Empathie aufbringe. Alleine mit diesen Prämissen wird sich wohl keine Praxis behaupten. Menschen mit gesundheitlichen Problemen werden nicht Patienten von Heilpraktikern, weil sie abenteuerliche Mythen bestätigt finden oder sich angeblich fragwürdigen Behandlungstechniken aussetzen wollen, sondern weil sie von Ärzten als austherapiert gelten, ohne die Linderung ihrer oft chronischen Beschwerden erfahren zu haben. 

Anousch Mueller hat neuere deutsche Literatur und jüdische Studien studiert und ein Buch geschrieben. Dass sie offenbar erfolglos eine Heilpraktikerausbildung absolvierte, gibt ihr nicht das Recht, einen so schlampig recherchierten Artikel zu veröffentlichen. Diese Kritik richtet sich insbesondere auch an die Süddeutsche Zeitung und den Leiter der Wissen Redaktion, Dr.Werner Bartens, den ich bislang zwar immer als unbequem, aber auch als sachlich kennen gelernt habe.

Dieter Grabow

Quellen:
Gesetz über die Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung als Arzt
Christian Ullmann – Das Recht des heilpraktikers
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/alternativmedizin-weissbrot-gegen-krebs-1.2349722
http://scienceblogs.de/gesundheits-check/2015/02/16/wie-viele-heilpraktikerinnen-gibt-es-eigentlich-in-deutschland/

» WLAN und Elektrosmog

WLAN und Elektrosmog

Heute Mittag ging die Nachricht über die Newsticker, dass eine 39-jährige Französin vom Gericht in Toulouse eine 85%ige Behinderung zugesprochen bekam, weil sie unter einer elektromagnetischen Hypersensivität (EHS) leidet. Dieses Krankheitsbild ist zwar auch bei uns bekannt, allerdings haben die diesbezüglich durchgeführten Untersuchungen nicht nachweisen können, dass Elektrosmog negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben könne. Natürlich nicht, könnte man jetzt bösartig sagen, denn die derzeitige Interessenlage würde eine solche Einschätzung niemals zulassen.

Konkret konnte die ehemalige Radioproduzentin das Gericht überzeugen, dass sie Probleme mit dem Elektrosmog allgemein und mit der WLAN-Strahlung im Besonderen habe. Daher musste sie auf Grund der schmerzhaften Symptome vor fünf Jahren Ihre Wohnung in Marseille aufgeben und in eine sehr ländliche Gegend umziehen. Sie kann daher auch ihrer gewohnten Arbeit nicht mehr nachgehen.

Allgemein klagen Menschen mit EHS über Schlafstörungen, Unruhezustände, Nervosität und Kopfschmerzen, wenn sie einer solchen Strahlung ausgesetzt sind bzw. sich in der Nähe von elektromagnetischen Feldern befinden.

Das Gericht stufte die Frau als Arbeitsunfähig ein und bewilligte ihr eine monatliche Unterstützung von 680 € im Monat. Das ist sicher nicht viel, aber immerhin etwas. Und vor allem ist das Urteil ein großer Schritt für all die Menschen, die unter ähnlichen Symptomen leiden und von Ihrer Umgebung deswegen nur milde belächelt werden.

Ernstzunehmende Forschungen bestätigen die Vorhaltungen der Französin, wenn auch nur bei einer nicht großen Gruppe von Menschen. Und wahrscheinlich werden wir erst in 20 Jahren wissen, was permanenter Elektrosmog für Auswirkungen hat.

Dieter Grabow

Quellen:
Zeitung Actu Côte Toulouse
The Times
t-online.de

» Grippezeit – Impfungszeit?

Grippezeit – Impfungszeit?

Das Robert Koch Institut (RKI) schätzt, dass zwischen 2001 und 2007 etwa 31000 Menschen an der Grippe oder deren Folgen gestorben sind. Die Winter 2002/2003 und 2004/2005 weise mit je 10000 Toten die höchste Sterberate auf, die beiden darauffolgenden Winter liegen mit je 4000 Toten deutlich darunter. Das RKI betont einen angeblichen Schutz durch die Grippeimpfung, obwohl alle Zahlen nur Schätzungen sind und ein direkter Virusnachweis in den seltensten Fällen erbracht wird.

Doch nun kommt in der Fachwelt Kritik auf und erstmals werden die Zahlen, die die Industrie veröffentlicht, einer genaueren Gegenüberstellung unterzogen. So berichtet die Epidemiologin Lone Simonsen, dass sich der Anteil der Senioren, welche sich zwischen 1980 und 2001 gegen Grippe impfen ließen, nahezu verdreifacht habe. Ein Rückgang der Todesfälle konnte im gleichen Umfang jedoch nicht beobachtet werden. Simonsen war zu dem Ergebnis gekommen, dass wahrscheinlich nur 5-10% aller Todesfälle bei Senioren die Folge einer Grippeinfektion seien. Das steht natürlich im Widerspruch zu der Behauptung der Impfindustrie, das Risiko für Ältere werde durch die Impfung um 50 Prozent gesenkt. Simonsen sagt, es sei schon paradox, wenn der angebliche Nutzen 10-mal so groß sein soll, wie die vermutete Gefahr. Und die Grippe Expertin Lisa Jackson sagt dazu ganz lapidar, man müsse nicht viel Mathematik können, um zu erkennen, dass hier irgendetwas nicht stimmt.

Und in ganz ähnliche Richtung geht auch eine Veröffentlichung aus dem Fachblatt Lancet (bd.372, S.398, 2008), in der Mediziner aus Seattle von geimpften und ungeimpften Gruppen von Senioren berichten, deren Wohlbefinden und Krankheitsrate sie miteinander verglichen. In beiden Gruppen litten Menschen unter der gefürchtetsten Komplikation der Grippe, nämlich einer Lungenentzündung. Zur Sicherstellung, dass diese Pneumonie auch wirklich mit der Grippe in Zusammenhang steht, wurden die Senioren vor und während der Erkrankungszeit betreut und untersucht. Nach Auswertung der erhobenen Daten wurde klar, dass geimpfte Personen keineswegs seltener an Pneumonien erkranken als ungeimpfte. Lone Simonsen meint dazu, dass die Beweislage, auf die man sich in der Vergangenheit gestützt habe, ziemlich dünn sei.

Die Erklärung für den angeblichen und wahrscheinlich überschätzten Nutzen der Grippeimpfung klingt fast banal. Die Personen, die sich impfen lassen, sind meist gesünder als jene, die sich nicht impfen lassen. Eine einfache Erklärung resultiert aus diesem Verhalten, das auch als healthy-user-effect bezeichnet wird. Wenn sich Gesunde impfen lassen, leben sie länger und gesünder – dieser Anschein wird der Grippeimpfung zugeschoben. Dieser Systemfehler in der Wahrnehmung von Studienergebnissen ist hinlänglich bekannt. Nach Erhebungen der europäischen Seuchenschutzbehörde in Stockholm liegt der Nutzen der Grippeimpfung tatsächlich nur bei etwa 20-30 %, jeweils in Abhängigkeit von Alter, Gesamtkonstitution und Gesundheitszustand der Geimpften. Udo Buchholz vom RKI kommentiert das dahingehend, dass der Schutz leider nicht so groß sei, wie früher vermutet, aber immerhin besteht ein Schutz. Herr Buchholz berichtet aber auch vom Gegenteil des healthy-user-effect, der nämlich dann auftritt, wenn vermehrt Kranke in der Annahme geimpft werden, sie hätten es besonders nötig.

In der Altersgruppe jenseits der 60 sind in Deutschland bereits über 50% geimpft, die WHO möchte eine Durchimpfungsrate von mindestens 75 % erreichen.

Man fragt sich angesichts immer weiter gehender Rücknahmen der Zulassung für pflanzliche Arzneimittel, einer zunehmenden Diskreditierung der naturheilkundlichen Medikamente (bei gleichzeitig ständig steigender Akzeptanz in der Bevölkerung) und bei langsam ins anormale abdriftenden Anforderungen an die niedergelassenen heilkundlich tätigen Personen, mit welcher Begründung die Forderung der WHO tatsächlich zu halten ist. Eine Grippeimpfung ist nämlich keinesfalls risikoarm und darf an sich nur bei völlig gesunden Menschen (die wahrscheinlich auch von sich aus gesund bleiben) appliziert werden.

Die Epidemiologin Simonsen sagt, 30 Prozent Schutz seien besser als gar keiner. Susanne Glasmacher vom RKI meint, auch wenn der Schutz nicht so gut sei, wie wir uns das wünschen, sollte die Impfung jetzt nicht zerredet werden. Dr. Stefan Lanka und Karl Krahfeld betonen in der Zeitschrift Leben mit Zukunft, dass bei den Impfstoffen die Nutzen Risiko Analyse niemals erbracht wurde.

» Anglizismen

Anglizismen

Deutsche Sprache – schwere Sprache hieß es in meiner Jugend oft. Das wandelt sich. Manchmal kann man den Eindruck gewinnen, dass im Deutschen mehr Sprachmüll abgeladen wird als in anderen Sprachen. Auslöser für diese tiefschürfenden Betrachtungen war der Bericht einer Klinik, der heute auf meinem Schreibtisch landete. Besonders ins Auge stach ein Satz: „die Patientin zeigte während ihres Stays nur ein mittelgradiges Enhancement“ – was im Vorliegenden Fall zum Ausdruck bringen sollte, dass die Patientin während des Verweilens in der Klinik wenig Kontakt zu anderen Insassen und dem Personal aufgebaut hat. Enhancement bedeutet übrigens im Röntgenbereich die Anreicherung von Kontrastmittel in bestimmten Strukturen.

Gut, vielleicht hat der Verfasser des Klinikberichtes ja nur einen Bachelor Abschluss. Diese offizielle Bezeichnung ist wie ach so viele auch nur falsch. Bachelor bedeutet nämlich im Original Junggeselle.

Da sind wir dann auch gleich bei einem der Lieblingswörter der Deutschen, dem „public viewing“ – was gewöhnlich ein gemeinsames Ansehen einer Veranstaltung auf Großbildschirmen bezeichnet. Der Münchner Merkur hat einmal eine Woche versucht, auf Anglizismen zu verzichten und kündigte ein entsprechendes Ereignis dann als Rudelgucken an. Das klingt doch ganz nett. Ach so, und die Originalübersetzung? Da bedeutet public viewing die öffentliche Aufbahrung eines kürzlich Verstorbenen.

Noch ein Lieblingswort ist das Handy. Ein völliger Kunstbegriff, der nur im Deutschen existiert. Im Italienischen heißt das Mobiltelefon „telefonino“, im englischen mobile phone, in der Schweiz heißt es Natel (Abkürzung von nationales Autotelefonnetz). Handy heißt handlich oder fingerfertig, ein Engländer wird also mit diesem Begriff gar nichts anfangen können. Nach unbestätigten Meldungen kam der Begriff Handy von einem schwäbischen Ingenieur, der – als er erstmalig ein solches Gerät in den Fingern hatte – gesagt haben soll: hän die koi Kabel net? Aber wie gesagt, das ist pure Spekulation.

Bin ich zu kleinlich? Nein, ich glaube es nicht und man sollte auch nicht zu puristisch sein wie die Machthaber des Dritten Reiches. Dort gab es zum Beispiel keinen Vierzylinder Motor, der hieß damals Vier Topf Zerknall Triebling.

Aber man kann doch einfordern, dass fremdsprachliche Ausdrücke wenigstens in der richtigen Bedeutung angewendet werden. In Bayern haben wir ein paar solcher Ausdrücke, die jedoch meist aus dem Französischen stammen: zum Beispiel das Trottoir, das auch im Original den Gehweg bezeichnet, oder den Paraplü, ein Kosename für den Regenschirm (parapluie), oder auch das Podschamperl – früher mehr verbreitet – heißt im Original pot de chambre und bezeichnet den Nachttopf.

Doch bleiben wir bei den Anglizismen. Der Facility Manager bezeichnet keineswegs nur den Hausmeister, denn letzterer kann wesentlich mehr. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat zu diesem Thema einen interessanten Beitrag gebracht (siehe Link unten).

Und dann habe ich noch ein Wort gehört, bei dem sich mir die Hirnwindungen verdrehen: gedownloadet. Das ist eine kriminelle Verhunzung deutscher Sprache – heruntergeladen wäre richtiger und sicherlich auch schöner. Der Journalist A.Busch fordert für dieses Vergehen eine Strafe von zwei Jahren Duden ohne Bewährung in seinem Beitrag über die 10 dümmsten Anglizismen und er hat recht damit.

Und wenn manche Menschen mit dem letzten One-night-stand prahlen, sollten sie sich überlegen, dass dieser Begriff im Englischen das einmalige Gastspiel einer Theatergruppe auf einer bestimmten Bühne bezeichnet. Aber Ähnlichkeiten sind ja nicht ausgeschlossen.

Vielleicht bin ich ja auch nur so engstirnig, weil ich inzwischen ein Oldtimer bin. Nein, nein, Sie haben schon richtig gelesen und ich habe mich auch nicht verschrieben. Das Wort Oldtimer etwa benennt im Deutschen als Scheinanglizismus ein altes Auto (engl.: vintage car, veteran car oder classic car), während es im Englischen generell einen alten Menschen (vergleichbar unserem scherzhaft verwendeten „Oldie“) bezeichnet.

Jetzt habe ich aber genug gearbeitet, doch wenn Sie glauben, ich gehe jetzt „chillen“ – nein beileibe nicht. To chill heißt im Original etwa durch Kälte abschrecken oder auch abkühlen – und auf meiner Wohnzimmercouch ist es angenehm warm.

» Arme Köche

Arme Köche

Über Ernährung lässt sich trefflich streiten – zu vielfältig und zu widersprüchlich sind die einzelnen Meinungen. Ganz eminent ist dies, wenn es erstens um das Thema Abnehmen und zweitens, wenn es um das Thema Gesunde Ernährung geht.

Aus dem ersten Thema halte ich mich generell heraus, weil ich dort auch noch nicht den Schlüssel zur Weisheit gefunden habe. Auffällig ist jedoch, dass alle Diäten zur Gewichtsreduktion einen Eiweißüberschuss haben.

Diese These haben Wissenschaftler aufgegriffen und im Journal of the American Medical Association veröffentlicht. Sie meinen, dass Menschen, die einen hohen Eiweißanteil in der Nahrung haben, gesünder leben, ihrem Stoffwechsel etwas Gutes tun und – natürlich – leichter abnehmen.

Über dem großen Teich, nämlich in England, schrieben Wissenschaftler im Britisch Medical Journal – übrigens just am selben Tag – dass eine Ernährung, die Kohlenhydrate reduziert und einen hohen Eiweißanteil enthält, das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht.

Nun sind beide Zeitschriften sehr renommierte Blätter. Über die Ansichten der Amerikaner und der Briten ließe sich ebenfalls streiten. Ebenfalls zu kritisieren wäre, dass beide zu Grunde liegenden Studien nicht den gleichen Aufbau haben und damit nur bedingt miteinander verglichen werden können.

Die Situation bleibt also schwierig. Es ist jedoch eindeutig, dass pauschale Diätempfehlungen wenig Nutzen haben und es ganz wichtig wäre, die Patienten unter Einbeziehung ihres persönlichen Naturells, ihrer Bewegungsaktivität und vor allem auch unter Berücksichtigung konstitutioneller Faktoren zu beraten.

Es gibt viel zu tun – packen wir’s an!

» Calzium und Herzinfakt

Studie »Erhöhtes Infarktrisiko bei Kalziumeinnahme?«

Die regelmäßige Einnahme von Kalziumsupplementen könnte das Herzinfarktrisiko erhöhen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studien-Analyse.
Im Rahmen der sogenannten EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition-Studie) untersuchten Forscher in einer Teilstudie den Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Kalzium in Form von Nahrungsergänzungsmitteln oder als Bestandteil der täglichen Ernährung und dem Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. (Publiziert in: Heart 2012; 98: 920-925).

Erste Hinweise aus Neuseeland
Schon frühere Untersuchungen hatten gezeigt, dass eine zusätzliche Zufuhr über den täglichen Bedarf hinaus schädlich sein könnte. Auf diesen Zusammenhang wies zuletzt eine Meta-Analyse der Gruppe um Mark Bolland von der Universität Auckland, Neuseeland hin. Die Forscher kamen auf der Basis von 15 randomisierten Studien zu dem Schluss, dass die Einnahme von Kalziumsupplementen das Risiko auf einen Herzinfarkt um 27 Prozent erhöht (BMJ 2010; 341: c3691).

Ergebnisse bestätigt
Die Auswertung der Daten des Heidelberger Arms der EPIC-Studie durch die Gruppe um Sabine Rohrmann vom der Universität Zürich ergab nun ebenfalls, dass das Risiko auf einen Herzinfarkt für Teilnehmer, die Kalziumsupplemente einnahmen, um 86 Prozent erhöht war. Bei Probanden, die nur Kalzium, aber keine weiteren Mineralien oder Vitamine zuführten, war das Risiko sogar mehr als zweifach erhöht. Ein Einfluss auf die Rate von Schlaganfällen oder die kardiovaskuläre Sterblichkeit war nicht zu erkennen.

Keine übereilten Reaktionen
Die British Heart Foundation warnte jetzt allerdings vor übereiligen Reaktionen. Tatsächlich kann eine prospektive Beobachtungsstudie wie EPIC nicht zweifelsfrei belegen, dass Kalziumsupplemente die Ursache von Herzinfarkten sind.

» Ernährung und Allergien

Ernährung und Allergien

Wenn man in einem Lexikon (ja, ich habe noch eines) den Begriff „Isaak“ nachschlägt, findet man zunächst die hebräische Übersetzung, die heißt ‚Gott  möge lachen’. Gleichzeitig wird auf den Urvater Israels hingewiesen, als biblische Gestalt und Sohn von Abraham und Sara. In geringer Abwandlung, nämlich als Isaac geschrieben findet sich der Hinweis auf einen flämischen Komponisten.

Gleichzeitig bezeichnet Isaac aber auch eine Studie. Hier handelt es sich um eine Abkürzung für International Study of Asthma and Allergies in Childhood und bezeichnet die weltweit größte Studie zu Asthma und Allergien in der Kinderzeit. Diese Studie entstand 1991 aus zwei multinationalen Projekten in Deutschland und Neuseeland. Einbezogen in diese Studie sind zwei Millionen Kinder zwischen 6 und 7 Jahren sowie Jugendliche zwischen 13 und 14 Jahren.

In der vor kurzem veröffentlichten vierten Auswertung der Studienergebnisse aus über 50 Ländern zeigte sich, dass weniger die Umwelteinflüsse, sondern viel mehr die Ernährung die Entstehung von Asthma, Heuschnupfen und Allergien begünstigt. Die Ulmer Epidemiologinnen Prof.Nagel und Dr.Weinmayr berichten ebenso wie Prof.Keil aus Münster von einem Zusammenhang zwischen einem hohen Bruttosozialprodukt, häufiger Verzehr von fast food und dem Auftreten allergischer Symptome. So zeigte sich, dass bei Jugendlichen mit häufigem fast food Konsum das Asthmarisiko um 39% höher lag als bei den Vergleichspersonen, die diese Nahrungsmittel nicht zu sich nahmen. „Neben einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, Zucker, Kohlenhydraten, Natrium und auch Konservierungsstoffen enthalten diese Nahrungsmittel häufig Transfettsäuren. Letztere sind auch in Margarine enthalten und stehen schon lange im Verdacht, an der Auslösung allergischer Erkrankungen beteiligt zu sein“ – so Prof. Nagel.

Prof. Keil betont, dass Obst und Gemüse durch die darin vorhandenen Antioxidantien einen wirksamen Schutz allergisch-asthmatischen Krankheitsbildern. Prof. Keil empfiehlt vor diesem Hintergrund die so genannte mediterrane Küche mit Meeresfisch, Gemüse, Hülsenfrüchten, Brot, Nüssen und Olivenöl.

Und Prof. Keil hat ein altes Postulat von uns Heilpraktikern übernommen. Er fordert nämlich, dass die Menschen sich aus der medikamentenzentrierten Medizin verabschieden und zu den Grundlagen des gesunden Lebens zurückkehren sollten. Das bedeutet eine ausreichende körperliche Aktivität, die gesunde Ernährung und – natürlich – den Verzicht auf Zigarettenkonsum. Dazu ist zu sagen, dass Mitchell, Beasley, Keil, Montefort und Odhiambo in der 3.Phase den eindeutigen Zusammenhang zwischen rauchenden Eltern und dem Auftreten von Asthma, Rhinokonjunktivitis und Ekzemen nachgewiesen haben.

Übrigens: nach einer Studie der Techniker Krankenkasse gibt es nur mehr in der Hälfte der Haushalte ein selbst zubereitetes Mahl, sondern vorzugsweise Fertiggerichte. Aus Zeitgünden, wie die Befragten betonen, oder auch aus finanziellen Gründen…

» Gedanken zum Cholesterin

Gedanken zum Cholesterin

In einem Artikel zum Thema Pubertät im SZ Magazin las ich, dass sich amerikanische Ärzte allen Ernstes mit der Überlegung befassen, bereits vorpubertär Statine (Cholesterinsenker) einzusetzen, um einerseits die immer früher beginnende Pubertät nach hinten zu verschieben und die Patienten andererseits vor den Risiken der Hypercholesterinämie in späteren Lebensjahren zu „beschützen“. Allein dieser Gedanke lässt einem einigermaßen medizinisch gebildeten Menschen die Haare zu Berge stehen. Zweifelsohne kann man statistisch nachweisen, dass sich der Beginn der Pubertät seit 1880 deutlich nach vorne verlagert hat. Begannen die Mädchen damals etwa um 16. Lebensjahr zu pubertieren, tritt diese Veränderung heute bereits durchschnittlich mit dem 12. Lebensjahr ein. Bei jungen Amerikanerinnen je nach Rasse sogar noch früher.

Ist die Konsequenz dieser Entdeckung zwangsläufig die Ausweitung des weltweit meistverkauften Medikamentes auf einen noch größeren Personenkreis – was natürlich zu einer weiteren Absatzsteigerung führen würde? Nein, das kann es eigentlich nicht sein.

Betrachten wir uns abrißhaft die Cholesterinproblematik an sich. Vor 30 Jahren setzte man einen Cholesterinspiegel in Höhe von 200 plus Alter als normal an. Seit etwa einem Jahrzehnt wurden die Empfehlungen successive gesenkt um heute die aktuell geltende von generell maximal 200 zu generieren. Der allgemeine Anstieg des Gesamtcholesterins bei Menschen liegt sicherlich in der besseren Ernährungssituation als noch vor gut 100 Jahren begründet. Des weiteren hat sich, wie man aus der Epigenetik weiß, die Zahl der erblich bedingten hohen Cholesterinwerte ebenfalls erhöht. Und letztendlich wissen wir aus unserer Praxiserfahrung, dass der Anstieg des Gesamtcholesterins sowie die HDL/LDL Dysbalance primär stressinduziert ist. Und wir entdecken auch, dass bei Menschen, welche abends Magnesium phosphoricum D 6 biochemisch JSO 7 Tabl. in heißem Wasser nehmen, der Gesamtcholesterinspiegel absinkt und sich das HDL/LDL Verhältnis bessert. Warum? Weil Magnesium phos. ein Cholesterinsenker ist? Mitnichten, das Mittel hat keinen primären Einfluss auf den Cholesterinspiegel, ist aber ein hervorragender Stresspuffer.

Und das oben erwähnte Postulat aus Amerika? In meinen Augen ein Wahnsinn, denn jeder, der bei Pubertierenden eine Blutuntersuchung macht, weiß, dass der Cholesterinspiegel bei dieser Altersgruppe meist sehr niedrig ist. Und Cholesterin muss nicht verteufelt werden – es ist ein Zellschutzfaktor und bildet die Basissubstanz für den Aufbau der Hormone. Prof.Hartdegen, der bekannte Münchner Gefäßspezialist hat vor vielen Jahren bereits dargelegt, dass ein hoher Cholesterinspiegel und Arteriosklerose in keinem direkten Zusammenhang stehen.

Statine also für Jugendliche? Wohl eher eine clevere Geschäftsidee als wirklich medizinischer Nutzen!

» Gift aus der Flasche

Gift aus der Flasche

Bereits seit vielen Jahren tobt ein heftiger Expertenstreit  über die Kunststoffkomponente Bisphenol A. Diese Diskussion wird sicherlich durch den eben erscheinenden Film von Werner Boote „Plastic Planet“ angeheizt. Angefangen hat die Diskussion bereits vor etwa einem Jahr, als man hohe Konzentrationen von Bisphenol A in Schnullern und Babyflaschen aus Kunststoff fand. Die Wissenschaft weiß aus Versuchen mit Ratten, dass Bisphenol A hormonähnlich wirken kann (siehe auch Artikel Hormone im Trinkwasser) und bei Neugeborenen das Nervensystem schädigt sowie Fehlbildungen auslösen kann. Eingesetzt wird die Kunststoffkomponente auch als Innenbeschichtung von Getränkedosen.

Nicht dramatisch wird die Situation von der europäischen Lebensmittelbehörde Efsa gesehen. Sie stützt sich auf überwiegend industriefinanzierte Studien und veröffentlichte vor zwei Jahren die Aussage, Babys würden weniger empfindlich auf Bisphenol A reagieren, da die Substanz schnell im Körper abgebaut und in harmlose Substanzen verwandelt würde. Schnell erhöhte die Efsa auch die toxikologisch unbedenkliche Menge der Substanz von 10 mg pro Tag auf 50 mg pro Tag.

Für Toxikologen ist das Vorgehen der Behörde mehr als fragwürdig. Es gibt eine Menge Untersuchungen, die belegen, dass Bisphenol A schon in geringsten Mengen der Gesundheit schadet. Föten und Neugeborene galten lange Zeit als extrem gefährdet. Doch neue Erkenntnisse belegen auch bei Erwachsenen durch Bisphenol A – Intoxikationen hervorgerufene Erkrankungen. Dazu zählen insbesondere Erkrankungen des Herz-Kreislauf Systems, Diabetes und Fertilitätsstörungen.

Kanada hat Bisphenol A verboten. In Deutschland gibt es bereits Getränkebehälter, die laut Aufdruck frei von Bisphenol A sind.

Ach übrigens: in den 80er Jahren in Deutschland und bereits in den 70er Jahren in Amerika wurde der Abgaskatalysator eingeführt. Entdeckt und patentiert wurde er von dem Franzosen Michel Frenkel im Jahre 1909. Angepriesen wurde er seinerzeit mit dem Satz, er würde die schädlichen Substanzen im Abgas in das unschädliche CO2 verwandeln. Wenn man sich die heutige Klimadebatte ansieht, weiß man, wie falsch Behörden schon seit jeher mit der Einschätzung von Gesundheits- und Umweltrisiken gelegen sind.

» Schlaf macht schlank

Schlaf macht schlank

Ein bekanntes Thema, aber es wurde vor einiger Zeit in Neuseeland an Kindern verifiziert. Teilgenommen an der Studie haben 244 Kinder im Alter von 3 bis 7 Jahren. Berücksichtigt wurden wesentliche Faktoren wie Erziehungsstatus (alleinerziehend, Familie, Patchworkfamilie etc) Einkommen, Fernsehkonsum, Bewegung und natürlich die tägliche Schlafdauer.

Gemessen wurden bei den Kindern der BMI, die Fettmasse des Körpers und die Freie Fettsubstanz im Körper jeweils in Kilogramm während des gesamten Beobachtungszeitraums mittels bioelektrischer Impendanzmessung und Röntgen Absorptionsmessung. Die physische Aktivität und die Schlafdauer wurden ebenfalls mit einem standardisierten elektronischen Gerät gemessen, um keine Ungenauigkeiten zuzulassen. Und natürlich wurden in der Studie auch scheinbar nebensächliche Faktoren wir Geburtsgewicht und Rauchstatus der Eltern mit einbezogen.

Die Ergebnisse der Studie waren erstaunlich. Jede zusätzlich Stunde Schlaf brachte den Kindern im Alter von 3 bis 5 Jahren eine Abnahme des BMI von 0,48 und bei den 7 jährigen Kindern immerhin noch 0,39. Beide Altersgruppen entwickelten eine Reduktion des Übergewichtsrisikos. Der Unterschied in der BMI Abnahme in den beiden Altersgruppen ist durch die unterschiedliche Fettverteilung der beiden Gruppen bedingt.

Allgemein kann in der Zusammenfassung definitiv gesagt werden, dass kleine Kinder, die nicht ausreichend schlafen, in jedem Fall ein höheres Übergewichtsrisiko haben, auch wenn man die Faktoren des Geburtsgewichtes und anderer Faktoren, wie der generellen Fettverteilung, berücksichtigt. Diese Gewichtszunahme ist ein Ergebnis der Gesamtfettmasse in beiden Geschlechtern aber nicht einer zusätzlichen Anhäufung der freien Fettmasse.

Abschließend ist zu sagen, dass Kinder ein ganz besonders hohes Bedürfnis für einen ruhigen und ausgeglichenen Schlaf haben. Daher ist im Kinderzimmer auch besonders auf mögliche Störfaktoren wie zum Beispiel Elektrosmog, Lärm oder andere häusliche Gegebenheiten zu achten.

» Allergien natürlich behandeln

Allergien natürlich behandeln

Allergie bedeutet, dass der Körper einen normalen Reiz mit einer überschießenden Reaktion im Körper beantwortet, nämlich einer Entzündung. Dies kann an den verschiedensten Stellen des Körpers in Erscheinung treten. Von Atemwegsproblemen (Heuschnupfen, Asthma bronchiale), Entzündungen im Auge, Darmstörungen wie mancher Durchfall, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, manchen Rheumaformen, einigen Gefäßkrankheiten bis hin zu Hauterscheinungen sind viele Symptome möglich, deren Ursache aber tatsächlich eine allergische Reaktion ist.

In der täglichen Praxis kann man mittels traditioneller naturheilkundlicher Diagnoseverfahren (zum Beispiel: Augendiagnose, Harnschau, Dunkelfelddiagnostik) die Fehlsteuerungen im Organismus von realen Krankheitsbildern abgrenzen.

Hierzu gehören häufig Störungen im Verdauungstrakt oder im Immunsystem (zum Beispiel chronische Infektionen), sowie Altlasten wie Schwermetallbelastungen oder Stoffwechselendprodukten im Körper.

Therapeutisch steht eine Vielzahl an Verfahren zur Verfügung:

  • Homöopathische und biochemische Medikamente: Hier wird durch die Einnahme der Medizin die Grundstörung funktionell ins Lot gebracht, bzw. eine natürliche Ausscheidung der Überschussstoffe wieder angeregt.
  • Darmsanierungen: hier wird das natürliche Milieu des Darmes wieder hergestellt.
  • Eigenbluttherapie: Hier wird mittels Injektionen das Immunsystem moduliert und die normale Reaktion des Organismus auf Fremdreize wieder hergestellt.
  • Ernährungsumstellung: Durch Weglassen vor allem von Nahrungsmittelzusatzstoffen kann oft eine Besserung der Allergie erreicht werden.
  • Herdsanierung: Durch Erkennen von chronischen Herden (Narben, Mandeln, Nasennebenhöhlen, Darm) und Ihre adäquate Behandlung kann meist eine deutliche Besserung erreicht werden.

Die häufigste Form der Allergie ist im Frühjahr der Heuschnupfen. Um die lästigen Symptome, wie Juckreiz in der Nase und in den Augen, Niesreiz und eine laufende Nase zu lindern können wir noch folgendes empfehlen:

Mehrmals täglich kaltes Wasser in die Nase aufschnupfen.
Natrium chloratum D6 biochemisch und Ferrum phosphoricum D12 biochemisch im Wechsel je nach Intensität der Beschwerden 3-mal täglich bis zu alle ½ Stunde 2 Tabletten im Mund zergehen lassen.

» Biochemie nach Dr. Schüßler

Biochemie nach Dr. Schüßler ein bewährtes Therapieverfahren in der Praxis des Heilpraktikers

Der Begründer des biochemischen Heilverfahrens ist Dr. med. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821 bis 1898). Dr. Schüßler war ein Spätberufener, er begann sein Medizinstudium für die damalige Zeit untypisch erst im Alter von 30 Jahren. Zunächst war er der Homöopathie sehr zugetan, er trennte sich aber von dieser Methode mit folgender Argumentation: "Selbst ein geschultes Gehirn sei einfach nicht in der Lage alle Arzneimittel-Bilder der gebräuchlichen Homöopathie mit ihren vielfältigen Symptomen am Krankenbett jederzeit parat zu haben." 

Etwa zur selben Zeit lebte auch Dr. Edward Bach, der in England die Bachblüten kreierte und sich mit einer ähnlichen Argumentation von der vorher favorisierten Homöopathie trennte.

Jetzt werden Sie sich fragen, warum wir 2 Therapieverfahren, die eigentlich von Ärzten gefunden wurden, als wichtige Säulen in der Therapie eines Heilpraktikers titulieren. Das hat seine Ursache darin, dass die heute als "Schulmedizin" benannte "offizielle" Heilkunde mit der Einführung der Chemotherapie, Radiologie (Röntgen) und der so genannten wissenschaftlichen Medizin sich um 1920 von wichtigen tradierten Heilverfahren wie zum Beispiel Baunscheidtieren oder auch biochemische Heilweisen, welche vorher auch universitär gelehrt wurden verabschiedet hat.

Heilpraktiker begleiteten sowohl Dr. Schüßler als auch Dr. Bach, wie auch andere große Heilkundige zu Ihren Lebenszeiten. Der Beruf des Heilpraktikers wurde allerdings erst 1939 in einem gesetzlichen Rahmen zusammengefasst, als man entdeckte, dass die 1859 erlassene Kurierfreiheit nicht mehr zeitgemäß sei.

Dr. Schüßler suchte nach einer auch für Laien leicht verständlichen Therapie, die in allererster Linie die Grundzüge des Mittels beschreibt. Inspiriert wurde er von Virchow und Moleschott, deren Lehrsatz: "Krankheiten entstünden durch den Verlust anorganischer Salze" er sich zueigen machte.
Aus diesen Erkenntnissen entstanden für Ihn die folgenden Lehrsätze:

  • Alle Krankheiten entstehen durch ein Manko an bestimmten lebensnotwendigen Mineralsalzen.
  • Durch Zuführung der fehlenden Stoffe tritt Heilung ein.
  • Die Zuführung darf nur in allerkleinsten Mengen erfolgen (Potenzierung).
  • Die "Zuführung" der fehlenden Stoffe muss in einer solchen Verdünnung erfolgen, dass der Übertritt des heilwirksamen Salzes durch die Schleimhäute des Schlundes und der Speiseröhre direkt ins Blut erfolgt.

In die Sprache der heutigen Zeit übersetzt heißt das, dass eine Krankheit nicht unbedingt auf einem Mangelzustand (in einer Blutuntersuchung nachweisbar) eines bestimmten Minerals beruhen muss, sondern dass Krankheiten in der Folge einer fehlerhaften Verteilung und Zusammensetzung von lebensnotwendigen Mineralien entstehen können.

Um das Zusammenspiel der für den Körper notwendigen Salze analog der biochemischen Therapie darzustellen, beschäftigen wir uns hier beispielhaft mit dem Krankheitsbild der Osteoporose: Aus Sicht des Biochemikers ist es vollkommen unsinnig hier nur Calcium als allein stehendes Mineral zu substituieren. Dr. Schüßler fand heraus, dass der "Kalk" (Calcium) in den Knochen nur in Form des "Phosphorsauren Kalkes" (Calcium phosphoricum) strukturiert ist. Die Transportform ist allerdings der "Fluorkalk" (Calcium fluoratum), welcher einerseits den Knochenaufbau aktiviert, andererseits die Mineraleinlagerung in Knochen und Zähnen forciert.

Aus diesem Grund gibt es ein Basisrezept in der Biochemie zur Behandlung der Osteoporose:
Biochemie ISO Nr. 1 Calcium fluoratum D12 Tabletten
Biochemie ISO Nr. 2 Calcium phosphoricum D6 Tabletten
Eingenommen werden diese beiden Medikamente im täglichen Wechsel jeweils morgens 4 Tabletten im Mund zergehen lassen. Die Einnahme sollte über mindestens 6 Monate hinweg erfolgen.

Eine kurze Erklärung zu den verschiedenen Potenzen der genannten biochemischen Mittel. Jedes biochemische Mittel besteht aus 2 Bestandteilen, und ist in den Potenzen D3, D6 und D12 erhältlich. Im obigen Beispiel besteht die Nummer 1 aus einem Calciumanteil und einem Fluoranteil. Mit einer Potenz D3 würde man den Calciumanteil des Mittels mehr "betonen" mit der D12 den Fluoranteil.

Die Empfehlung der oben genannten biochemischen Medikamente ist naturgemäß nur als Basistherapie des Krankheitsbildes Osteoporose zu sehen. Mit Sicherheit werden durch die Gabe dieser beiden biochemischen Mittel nicht evtl. bestehende Grundkrankheiten welche zur Entwicklung der Osteoporose geführt haben, beseitigt.

Als mögliche Stoffwechselstörungen welche die Entstehung der Osteoporose begünstigen wären beispielhaft zu nennen die Harnsäureüberladung des Blutes, Diabetes mellitus, hormonelle Störungen und Magenerkrankungen, sowie eine Vielzahl weiterer externer Faktoren (zum Beispiel Stress) deren Erläuterung aber den Rahmen dieses Artikels sprengen würde.

» Das Phänomen Stress

Das Phänomen Stress

Vor etwa einhundert Jahren begann der Stress – in etwa mit der beginnenden Industrialisierung der Arbeitswelt. Erste Forschungen über dieses "neue Phänomen" wurden 1936 von Hans Selye, einem in Österreich geborenen Arzt, veröffentlicht.

Normalerweise ist Stress eine natürliche körperliche Reaktion auf einen äußeren Reiz, der den Menschen dazu veranlasst, in eine Kampf- oder Fluchthaltung zu gehen. In der Evolution hat die Natur diese Reaktion bei lebensbedrohlichen Ereignissen eingerichtet, damit sich der Mensch, wenn er zum Beispiel von einem wilden Tier angegriffen wird, mit allen zur Verfügung stehenden Kräften in Sicherheit bringen oder sich angemessen erwehren kann. Von einem wilden Tier angefallen zu werden, passiert heute eher selten. Die Auslöser für die Stressreaktionen in der heutigen Zeit sind – um nur einige Beispiele zu nennen

  • Arbeitsmenge, Arbeitsqualität und Arbeitstempo
  • Informationsflut und Medienmissbrauch
  • Leistungs- und Zeitdruck
  • Konkurrenzdruck und Betriebsklima
  • Ängste (z.B. vor Arbeitsplatzverlust, Versagen, Benachteiligung etc.)
  • Gestörter Tag-Nacht Rhythmus durch permanentes Kunstlicht
  • Zu wenig oder inadäquate Bewegungsmuster, stressbehaftete Freizeitaktivitäten

Die oben genannten Auslöser betreffen sowohl Erwachsene als auch Kinder. Im Mittelpunkt der Problematik stehen vor allem die Missverhältnisse zwischen passiver Informationsaufnahme und Informationsverarbeitung (Computer/Fernsehen) und aktiver Umsetzung durch Sport und Bewegung. Was bedeutet das? Das von Bildschirmen und Leuchtstoffröhren (dazu gehören auch Energiesparlampen) emittierte Licht hat einen sehr hohen Blauanteil. Jeder hat das schon selbst gesehen, wenn man bei Dunkelheit die Fenster von Wohnungen betrachtet, in denen ein Fernsehgerät eingeschaltet ist. Dieses blaue, kurzwellige Licht wiederum löst im Organismus eine hormonell gesteuerte Stressreaktion aus. Und die besondere Problematik im Vergleich zu früher ist auch darin begründet, dass eine Begegnung mit einem wilden Tier und die dadurch ausgelöste Stressreaktion umgehend mit körperlicher Aktivität kompensiert wurde und nach relativ kurzer Zeit vorbei war. Heute sind wir hingegen den Stressoren den ganzen Tag ausgesetzt und können die Folgen nur unzulänglich körperlich abarbeiten. Hinzu kommt, dass manche Menschen, die dies durchaus erkannt haben, sich zur Kompensation des Arbeitsstresses auch noch einem Freizeitstress aussetzen.

Wie erkennt jemand, dass eine Stressbelastung vorliegt?

Bei Kindern
  • Sprachstörungen verschiedener Art
  • Daumenlutschen
  • Nägelkauen
  • Bettnässen
  • Ängste, z.B. vor Dunkelheit oder Tieren
  • Konzentrationsstörungen
  • Störungen vegetativer Funktionen (Schlaf, Essen, Trinken etc.)
Bei Erwachsenen
  • verschiedenste abnorme vegetative Veränderungen (Schlaf, Träume, Konzentration, Verdauungsstörungen, Energiemangel und Müdigkeit)
  • manifeste Krankheitsbilder wie z.B. Hörsturz, Herz-Kreislaufstörungen
  • Haarausfall

Gegen Stress gibt es kein einheitliches Therapiekonzept. Letztendlich muss jeder, der unter Stress leidet, bereit sein, die stressauslösenden Faktoren zu beseitigen und sich mehr einer "Entschleunigung" zuzuwenden.

» Elektrosmog - "ein Thema der heutigen Zeit"

Elektrosmog - "ein Thema der heutigen Zeit"

Was ist Elektrosmog? Müssen überhaupt Abhilfen offeriert werden und warum (www.gegen-elektrosmog.de)? Der Begriff stammt von der Luftverschmutzung "Smog" und wurde abgewandelt auf den Hintergrund, dass Menschen, Tiere und Pflanzen auf etwas reagieren, was wir nicht riechen, schmecken, hören oder sehen. Was ist dies?

Bild: Obstbaum

Bild: Zu sehen sind "weggebratene" Blätter eines Obstbaumes im Vordergrund und gesündere, im Hintergrund sowie vor dem Funkturm "versteckte" Büsche sowie Obstbäume im Hintergrund am Haus (Schnaitsee, Oberbayern, © F.M. König / www.fk-e.de). Nachdem der Sommer 2005 eher verregnet war, kann wohl kaum von vertrockneten Bäumen im Juli-August die Rede sein. Dies ist absolut kein Einzelfall! Mehr zum Thema "Dahinvegitieren der Bäume unter Strahlenbelastung" in der Zeitschrift "Wetter-Boden-Mensch", Ausgabe 4-2006 (www.geobiologie.de).

Ein paar grundlegende Worte:

Jeder hat schon mal an der Türklinke einen Stromschlag abbekommen, geschweige denn, einen Blitz gesehen. Hier baut sich beispielsweise eine hohe Spannung (in Volt bzw. [V] bezeichnete Einheit) zwischen Himmel und Erde auf; eine Art Druck, den man elektrostatisches Feld (oder Gleichfeld; Einheit Volt pro Meter bzw. [V/m]) nennt. Fließt nun Strom (Einheit Ampere bzw. [A]) so entlädt sich dieser "Druck" oder Spannung impulsartig und parallel dazu (s. Stromfluß) kann man ein Magnetfeld (in Ampere pro Meter bzw. [A/m] oder artverwandt in Nanotesla bzw. [nT]) feststellen. Diese Erklärung ist nötig um zu verstehen, was in der Natur, seit dem es die Atmosphäre gibt, für Lebewesen üblich oder normal ist (s. Feldformen).

Mensch und Tier verfügen über ein sensorisches Nervensystem und hier fließen auch Ströme in gleicher Impulsform, nur in seiner Intensität um mindestens 1/1000 weniger, als es die Natur oder der Mensch künstlich erzeugt. Bio-Lebewesen stellen also ein elektrisches System dar, was von außen beeinflußt werden kann! Natürliche Signalübertragungs-vorgänge laufen meistens chaotisch ab, also vermeintlich "ohne System", Regel oder Rhythmus ab. Kommt es öfters, somit dann vielleicht sogar periodisch-rhythmisch zu solchen Entladungsvorgängen bzw. Schwingungen, dann spricht man pro Zeitmoment (s. eine Sekunde) von Frequenzen in der Einheit Hz.

Bild: Graphische Übersicht der FrequenzbereicheBild: Graphische Übersicht aller Frequenzbereiche. Besonders herauszuheben sind jene Frequenzen unter 10 Hz, die den Schlafrhythmus beeinflussen (s. Schumann-Resonanz bei 7,83 Hz; mehr in "Wetter-Boden-Mensch", Heft 2-2005, www.geobiologie.de; © F.M. König / www.fk-e.de), die Hausstrom-/Netzfrequenz bei 50 Hz, die impulshafte Wetterstrahlung im Kilohertz-Bereich und die ab ca. 100.000 Hz beginnenden und bis 10.000.000.000 Hz (s. Radar) reichenden, elektromagnetischen Wechselfelder; darüber findet man das Licht und letztendlich die X-Ray’s oder Röntgen-/Gamma-Strahlen bzw. kosmische Strahlungen.

Unsere Hausstromversorgung arbeitet mit einer Frequenz 50, die Bahn mit 16 2/3 Hz und so bewegt man sich von niedrigen Frequenzen bis einigen 10.000 Hz (bzw. einige 10 kHz) hin. Ein kleines Beispiel, was für Empfehlungen für diesen Frequenzbereich an Grenzwertvorgaben existieren: Die gesamt Computer -Industrie unterwirft sich zwei bekannten Empfehlungen, nämlich nach der TCO™ oder MPR™. Schauen sie auf den PC-Monitor und sie werden z.B. einen runden Aufkleber TCO’99 erkennen. Was sagt dieser aus: Wenn also der Aufkleber zu entdecken ist, dann wird vor dem Bildschirm im Abstand von 30 cm maximal ein magnetisches Wechselfeld von 200 nT (bis 2 kHz gemessen) abgestrahlt werden ... klingt beruhigend.

Die nächste Frage kommt auf: Wer bestimmt eigentlich die Grenzwerte?

Zum Beispiel die Vorgaben gemäß der 26. Verordnung der Strahlenschutzkommission Deutschlands, Normenausschüsse oder Empfehlungen von bestimmten Interessengruppierungen.

Zunächst aber weiter auf der Frequenzskala nach oben hin – die sogenannten hochfrequenten Wechselfeldern: Es beginnt u.a. mit dem Radio (FM bei ca. 100.000.000 Hz; 100 MHz), darüber TV, Mobilfunk ab 900.000.000 Hz (ab 900 MHz oder 0,9 GHz), dann noch die Mikrowelle bei 2,45 GHz und darüber im X-GHz-Bereich die Radarstrahlungen. Ganz wichtig: Meistens gehen mit solchen Hochfrequenzfeldern noch niederfrequente Feldanteile, sogenannte Niederfrequenzmodulierte einher, die bei der drahtlosen Informationsübertragung mit einem Träger im MHz-/GHz-Frequenzbereich verknüpft sind – schwierig-schwierig. Reine oder ausschließliche Hochfrequenzsignale (z.B. 0,9 GHz) dringen nur einige Zentimeter in das Haut-/Körperinnere ein – ein theoretischer Idealzustand weit ab von der Realität.

Bild: Dreidimensionale Darstellung einer Spektrumanalyse

Bild: Dreidimensionale Darstellung einer Spektrumanalyse von einem periodischen GSM-Mobilfunk-Sendersignal von einer Dachsendeanlage (gefilterter 50-Hz-Brumm; 2-2002, © F.M. König / www.fk-e.de). Auffällig sind die über die Zeitachse durchgehenden, harmonischen Signalflanken.

Erinnern sie sich, dass gerade das analoge Fernsehen vom Digitalen abgelöst wird. Da fallen Worte wie breitbandigeres TV. Hier drinnen liegt dann auch die Krux oder Mogelpackung in der oftmals leidlich polemisch geführten Elektrosmog-Diskussion, das "Hochfrequenzfelder" eigentlich immer Niederfrequenzanteile verstecken und nicht als unbedenklich (ist ja nur Hochfrequenz) abgestempelt werden dürfen! Eine unsachliche Anmerkung: Wird uns da etwas aus Profitgier verschwiegen? Im Rahmen der Frequenzleiter dürfen seltsamer Weise auch das Licht, die Röntgenstrahlungen und die kosmischen Strahlungen hinzugezählt und demnach von der Ionosphäre überwiegend weggefiltert werden.

Jetzt wird’s interessant: Was machen Mensch, Tier und Pflanzen mit diesen "unsichtbaren" Strahleninformationen? Wo und ab wann ist was bio-konform , also wohltuend und ab wann spricht man von Elektrosmog?

Gehen wir nochmals zurück zur Natur: Wie ist das mit dem Wetter und der sogenannten Wetterfühligkeit? Die Meteorologie beschränkt sich derzeit ausschließlich auf Faktoren, wie Temperatur, Luftfeuchte, Regen, Wind u.s.w. Das Biowetter bringt da die Befindlichkeit mit hinein und schon sei auf ein prominentes, süddeutsche Phänomen hingewiesen, den Föhn, ein trockener, warmer Südwind mit Sonnenschein und viele Menschen in Südbayern spielen verrückt, werden aggressiv, die doppelte Unfallzahlen etc. sprechen Bände! Was ist da los – vertragen wir fallabhängig kein schönes Wetter? Nein, ein Tiefdruckgebiet südlich der Alpen beschert uns nachgewiesener Maßen diesen Föhn und hiermit einhergehende, "seltsame" Wechselfeldentladungen (vgl. Sferics) der Atmossphäre, die nicht nur den Menschen belasten (s. Literatur: "Die Natur braucht Chaos", F.M. König, www.fk-e.de). Ein Warm-/Kaltfront –Durchgang löst übrigens ähnlich ungute Wetter-Befindlichkeiten aus.

Bild: Einblick in eine 3D-Spektrumanalyse des ELF-Wechselfeld-Vorbilds

Bild: Einblick in eine 3D-Spektrumanalyse des ELF-Wechselfeld-Vorbilds unserer Natur (Schön-Wetter, USA 7-2002, © F.M. König / www.fk-e.de) mit breitbandigen Atmospherics / Sferics. Herauszuheben sind solche über die Zeit verlaufenden, stochstischen Impulsentladungsvorgänge, welche breitbandig mit wechselnder Präferenz ein Energiemaxima bieten und somit dem Körper "wenig" adaptive Information im Sinne der Wetterfühligkeit sowie Frequenzlagen-Fensterung bieten (s. Resonanz der Atmosphäre mit u.a. reflektierenden Wolkenschichten).

Mit anderen Worten: Ganz feine Unterschiede in der atmosphärischen Impulsentladungen (s. max. Intensitätsfrequenzen der Sferics) durch bestimmte Wetterlagen "stacheln" der Körper ungünstig...

Zu besseren Verständnis in Sachen Sferics / Atmospherics nochmals für sie: Diese natürlichen Entladungsvorgänge gehen permanent weltweit ausgleichend zwischen positiv / negativ geladenen Luftzonen ab; der bekannteste, sichtbare Vertreter ist ein Blitz!

Die Hauptenergie der Sferics ist im Hörfrequenzbereich (ca. 20 bis 20.000 Hz) zu registrieren; bei normalem Wetter (nicht Gewitter) jedoch deutlich schwächer (Faktor 1000 und mehr geringer), als die von Menschen erzeugten, künstlichen Felder (sog. Technics).

Das Finale in der Erklärung und vielleicht können sie sich’s vorstellen, warum es Elektrosmog gibt: Künstliche, also vom Menschen gemachte Felder (Technics) wurden bislang aus reinen, technischen Entwicklungen geschaffen bzw. erzeugt, ohne sich in den inzwischen rund Hundert Jahren der Existenz wesentliche Gedanken gemacht zu haben, was die Natur dem Bios des Erde vorgibt oder wir Lebewesen seit Jahrmillionen adaptiert gewöhnt sind!!! Ja, nämlich stochastische oder chaotische Signalprozesse (s. Rauschen) und nicht die periodischen Signale oder Wechselfelder .... die Gewöhnung macht den Unterscheid zwischen natürlich Sferics und künstlichen Technics sowie dem Elektrosmog!

Die typische Ausnahme zum Beschriebenen muß noch her: Die Schumann-Resonanz (s. Literatur: "Die Natur braucht Chaos", F.M. König, www.fk-e.de). Dazu ein prominentes Beispiel, wie man kurzzeitig mittels gezielten Signalen Positives erreicht - die Magnetfeld-Therapie.
Benützt man deren Felder/Frequenzen zu lange (s. Überdosis oder Überreizung) entsteht wieder Stress und Erkrankungen.

Eigentlich ist dies die zweite, ergänzende Erklärung, was Elektrosmog auslöst oder ist: Künstliche, periodische - dauerhafte Wechselfelder (wie ein Ton), die zu lange auf ein biologisches Lebewesen einwirken und diesem nicht bekannt sind (vgl. Evolutionszeit aller Lebewesen und sein einige Jahrzehnten gegebene Felder vom Menschen). Sie erinnern sich u.a. an die Lärmforschung und die Überdosis – das gilt hier auch. Beispielsweise können unsere 50-Hz-Hausstromversorgung oder jene 16 2/3 Hz der S-/U-/Bundesbahn (s. Niederfrequenz), dann DECT mit Sprachpaketpulsung bei 100 Hz, GSM-Mobildfunk um 217 Hz (s. vermeintliche Hochfrequenz) u.s.w. mit deren Oberwellen genannt werden, die PERMANENT ein periodisches Signal u.a. dem Menschen verabreichen.

Man schmeckt's oder riecht's nicht u.s.w.! Jeder Mensch reagiert unterschiedlich empfindlich hierauf und deshalb variieren die Aussagen über die Elektrosensibilität oder Wetterfühligkeit derart massiv. Nur Diejenigen, die vermeintlich unsensibel gerade einen Job in der Elektrotechnikbranche fristen, hatten bei über 30-Jährigen Studien der Amerikaner und Russen die höchste Krebs- sowie Sterblichkeitsrate - seltsam"?" Im Übrigen ist seit Jahren sogar bei Mobilfunk-Befürwortern der Niederfrequenz-Elektrosmog "anerkannt ein Faktum"; zur Erinnerung: der runde Sticker TCO'99, was "Strahlungsarmut" des PC-Monitore versichert.

Und nochmals ein Beispiel: Was ist denn mit dem Mobilfunk oder Handies, die an der Stereoanlage oder Lautsprecher doch mit deren Strahlung was hörbar machen; seitens Hochfrequenz sollte da eigentlich nichts hörbar sein - ein o.g. proklamierter Trugschluß und eben doch Niederfrequenz und Schädigungen gemäß "Elektrosmog"!

Darstellung einer Lösung zur breitbandigen Abschirmung von elektrischen Feldern

Bild: Darstellung einer patentierten, sehr einfachen, hoch effizienten Lösung zur breitbandigen Abschirmung von el.-magn. Wechselfeldern, die von einem Handy ausgehen würden und damit zum menschlichen Kopf hin mittels MU-Metall™ bedämpft werden (© F.M. König / www.fk-e.de).

Im übrigen: Es wären bereits Technologien beispielsweise für die drahtlose Signalübertragung verfügbar, welche die Erdlebewesen als „elektrisch funktionierende, beeinflußbare Empfangssysteme“ weniger in Resonanz mit solchen, technischen Feldern gehen lassen würde (s. Literatur: "Die Natur braucht Chaos", F.M. König, www.fk-e.de). Dazu gehört anderseits auch ein strahlungsarmes Mobiltelefon oder desgleichen strahlungsarme Kopfhörer und Headsets, die übrigens schon seit Jahren angeboten werden (s. www.ultrasone.com).

Eine Zusammenfassung seitens des Themas "bio-konforme Technics" ist überdies in der Zeitschrift "Wetter-Boden-Mensch" erschienen (Ausgabe 2-2006; www.geobiologie.de). Alle hier zitierten Beiträge oder Literaturhinweise sowie LINKS stehen in Verbindung mit D.Sc. Florian M. König, www.fk-e.de.

Bei Interesse um Maßnahmen gegen "Elektrosmog":

Eine Übersicht bezüglich angebotener, spezieller Dienstleistungen gegen die Wirkungen von technischen Wechselfeldern finden sie unter www.gegen-elektrosmog.de. Neben anfänglicher, universitärer Gutachterstellungenahmen besteht eine Erfahrung, die inzwischen bis in das Jahr 1983 zurück reicht (s. zudem Kundenreferenzen).

» Frühjahrskur – Abnehmen

Frühjahrskur – Abnehmen

Alle Männer wollen nur das eine, sagt man so im Volksmund. Alle Frauen wollen auch nur das eine – Abnehmen nämlich. Oder kennen Sie eine Frau, die wirklich zufrieden mit ihrem Aussehen ist. Aber egal, wir stehen jetzt am Beginn des Frühjahrs, strotzen vor Energie und guten Vorsätzen und da könnte man doch auch einmal was tun – und so habe ich mal ein paar heiße Tipps zum Abnehmen zusammengefasst. Sie betreffen übrigens Männer und Frauen gleichzeitig, denn, meine Herren, den meisten von Ihnen könnte ein bisschen Abnehmen auch nicht schaden!!

  1. um den ganzen Müll, der sich nach Plätzchen- und sonstigen Exzessen in unserem Körper angesammelt hat, wieder los zu werden, ist eines ganz besonders wichtig: die normale tägliche Trinkmenge wieder herzustellen. Sie errechnet sich ganz einfach aus dem Körpergewicht multipliziert mit 0,035 – so erhalten Sie ihre tägliche Trinkmenge in Litern Wasser. Auf das Wort Wasser wird hier besondere Betonung gelegt, denn Säfte, Kaffee, Tee und Genussmittel wie Bier (auch alkoholfrei) zählen nicht zu den Neutralgetränken im Sinne der Naturheilkunde. Und das Trinken von kaltem, klaren Wasser hat neben dem reinigenden noch einen weiteren Effekt: Sie nehmen ab. Mein Leitungswasser kommt heute mit gemessenen 7 Grad aus dem Hahn. Um einen Liter davon auf 37 Grad zu erwärmen, braucht der Körper knapp 200 kcal. Das ist vordergründig nicht besonders viel, läppert sich aber im Verlauf des Tages und insbesondere des Monats ganz schön zusammen. Und wenn Sie keinen Taschenrechner haben, hier eine ungefähre Trinkmengentabelle:

    • bei 50 kg Körpergewicht 1,75 Liter pro Tag
    • bei 60 kg Körpergewicht 2,1 Liter pro Tag
    • bei 70 kg Körpergewicht 2,45 Liter pro Tag
    • bei 80 kg Körpergewicht 2,8 Liter pro Tag
    • bei 90 kg Körpergewicht 3,15 Liter pro Tag
    • bei 100 kg Körpergewicht 3,5 Liter pro Tag
    • bei 110 kg Körpergewicht 3,85 Liter pro Tag
    • bei 120 kg Körpergewicht 4,2 Liter pro Tag
    • bei 130 kg Körpergewicht 4,55 Liter pro Tag
    • bei 140 kg Körpergewicht 4,9 Liter pro Tag
    • bei 150 kg Körpergewicht 5,25 Liter pro Tag

    "Zwischengewichte" rechnen sich besser etwas nach oben, etwas mehr zu trinken ist unproblematischer, als zu wenig zu trinken

  2. Bevor Sie teure und komplizierte Diäten ansteuern – das Weglassen des Frühstücks, eine Salatmahlzeit mittags und eine Eiweißmahlzeit abends hat sich zum Abnehmen außerordentlich bewährt.

  3. Zum Salat einfach ein paar frische Blätter des jungen grünen Löwenzahn heizen die Leberfunktion an, verbessern die Verdauung und optimieren die Körperentgiftung. Und die Ausscheidung über die Nieren läuft hervorragend mit einem Tee aus frischen Brennnesseln – neben dem Wasser.

  4. Obst ist ein toller Helfer beim Abnehmen. Insbesondere das Apfelpektin macht satt ohne den Organismus mit Kalorien zu belasten, der Fruchtzucker ist in den säuerlichen und alten deutschen Apfelsorten gering. Beachten Sie bitte, dass hochgezüchtete Kunstprodukte aus der "Neuen Welt" zwar vielleicht modern schmecken, gleichzeitig aber recht wertlos sind. Dasselbe gilt für Birnen, die jedoch nicht so gut lagerfähig sind und daher jetzt als alte deutsche Sorten nicht mehr so einfach verfügbar sein dürften. Wassermelonen und Grapefruits sind von draußen, stehen aber ebenfalls recht gut da. Wer’s genau wissen möchte: der Kalorienrechner der AOK gibt Ihnen hervorragende Tipps zu den Nährwerten der Obstsorten.

  5. Bei den Gemüsen gab es lange Jahre den Renner: Kohlsuppe. Das liegt einfach daran, dass durch die Verdauung der Gesamtinhaltsstoffe (besonders Pflanzenfasern) mehr Energie verbraucht wird, als der Kohl enthält. Rosenkohl ist zwar mit etwa 50 kcal pro 150 Gramm schon fast ein Kalorienbomber, aber als das selenreichste Gemüse überhaupt bekannt. Und dass Selen die Verbrennung und die Ausleitung im Sinne der Entgiftung unterstützt, weiß man nicht erst seit den Forschungen aus der Krebstherapie.

  6. Sogenannte Appetizer wie der altbekannte Ingwer – ein Stückchen Wurzel vor der Mahlzeit gekaut – regen die Verdauung an und bringt die Verbrennung auf Touren. Das gilt übrigens auch für alle scharfen Gewürze.

  7. Genügend Ruhephasen und Schlaf sind wichtig. In der Dunkelheit und beim Schlafen steigen Wachstumshormon- und Melatoninspiegel an. Das erstere verbrennt Kalorien, das Zweite macht glücklich. Hinter dieser auf einen sehr einfachen Nenner gebrachten Aussage verbirgt sich der Serotoninstoffwechsel. Dr. Rüdiger Dahlke hat diesbezüglich viele Forschungen unternommen und in der Zeitschrift comed veröffentlicht. Er empfiehlt als Serotoninspender die Rohkostvariante aminas. Es sind exotische Pflanzenstoffe, unter anderem Amaranth, Quinoa und Topinambur, die - morgens eingenommen - den Organismus nicht belasten und die Verdauung regulieren. Über den gesamten Wohlfühleffekt verbessert sich wiederum die Gewichtssituation.

  8. Last but not least – die Bewegung. Der durchschnittliche deutsche Mann soll sich angeblich – nach neueren Forschungen – etwa 350 Meter pro Tag zu Fuß fortbewegen, aber das auch nur, wenn das Auto nicht direkt vor der Haustür parkt. Und Bewegung verbraucht Kalorien, baut aber gleichzeitig Muskeln auf. Daher ist der Abnehmwert vielleicht bei gezieltem Sport nicht so effizient, der Gesundheitswert dafür aber umso mehr. Ein kleines Beispiel: eine 40 Jährige Frau, 165 groß mit 60 kg verbraucht mir 2 Stunden Spielen mit den Kindern plus 60 Minuten gehen (zum Einkaufen etc.) plus 2 Stunden Hausarbeit plus dem eigenen Grundumsatz schon deutlich über 2000 kcal am Tag.  Ein 70 kg schwerer 40 jähriger Mann verbraucht bei nur einer Stunde Kinderspiel plus einer Stunde gehen plus Grundumsatz schon fast 2400 kcal- mit 60 Minuten draußen Fahrrad fahren kann er seinen Kalorienverbrauch noch einmal um 500 kcal erhöhen, einmal in der Woche Badminton spielen bringt auch noch mal 400kcal. Und man bedenke, dass die Bewegung in der frischen Luft auch noch die Endorphinproduktion des Organismus verbessert, das Sonnenlicht auch bei trübem Wetter mit immerhin 3000 Lux auch noch einmal die Produktion von Hormonen wie Serotonin etc. ankurbelt und damit den Grundumsatz erhöht und damit die Gewichtsabnahme verbessert. Draußen bewegen ist besser als drinnen bewegen. Und kostet nichts. Leider. Deswegen will’s ja auch keiner machen. Man könnte ja nass werden. Und übrigens – das Wort Bewegung kannte das Rechtschreibprogramm meines Computers bis zu diesem Zeitpunkt nicht.

  9. Das alles wäre gar nicht so schlecht. Fangen wir also damit an. Sofort.

 

» Frühjahrsmüdigkeit

Frühjahrsmüdigkeit – das muß nicht sein

Tipps und Tricks zum fitbleiben und fitwerden

  1. viel Bewegung an frischer Luft und versuchen, jeden Sonnenstrahl zu nutzen. Die Sonneneinstrahlung optimiert über die Vitamin D Synthese die Mineralstoffversorgung des Organismus. Außerdem setzt die Sonnenbestrahlung im Körper biochemische Prozesse in Gang, die den Menschen fröhlicher machen.

  2. Um die Fähigkeit der Blutzellen zur Sauerstoffaufnahme zu verbessern: jeden Tag ½ Liter Rote Beete Saft trinken. Je nach Geschmack mit Wasser oder mit Buttermilch.

  3. Die Mikrozirkulation des Blutes in der Haut optimieren und abgelagerte Schlacken in Bewegung bringen durch Abreiben mit einem rauen Handtuch, noch besser Abbürsten der gesamten Haut und anschließend kalt-warmes Wechselduschen.

  4. Viel trinken – natürlich sogenannte Neutralgetränke: Wasser oder Kräutertees. Die individuell benötigte Menge berechnet sich nach der Formel 0,035 x Körper- gewicht= täglich notwendige Trinkmenge in Litern.

  5. Ein Entschlackungstee:
    Brennesselblätter 50 Gramm
    Johanniskrautblätter 30 Gramm
    Gänseblümchen 10 Gramm
    Wacholderbeeren gestoßen 10 Gramm
    Mit heißem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen,
    3 Tassen täglich ungesüßt trinken.

  6. Eine basenreiche Ernährungsweise bevorzugen, den Körper nicht übersäuern, auch nicht mit übertriebenem Sport.

  7. Eine Basensuppe:
    150 Gramm Kartoffeln
    30 Gramm Petersilienwurzel
    30 Gramm Selleriewurzel
    30 Gramm Karotten 
    zusammen 10 Minuten Aufkochen
    1 Lorbeerblatt, Thymian, Salz, frische Kräuter (v.a. Kerbel) dazugeben, weitere 10 Minuten auf kleiner Flamme kochen lassen; vor dem Servieren 1 Esslöffel Sauerrahm dazugeben ( für 1–2 Personen, je nach Hunger)

Viel Spaß und Viel Erfolg

» Die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Man wird ja schon fast als Verbrecher eingestuft, wenn man als Vater zugibt, dass die 14 Jährige Tochter nicht mit dem neuen Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs geimpft wurde. Letztendlich verspricht der Hersteller einen 100%igen Schutz gegen Gebärmutterhalskrebs!

Bevor wir jedoch urteilen oder uns selbst verurteilen lassen, sollten wir uns zunächst einmal die belegbaren Fakten ansehen.

Der Impfstoff selbst ist mehrfach heftig in Kritik geraten. Bereits im November 2008 schrieb Christina Berndt in der Süddeutschen Zeitung unter dem Titel "Schnellschuss mit fehlender Präzision" über ein Manifest von 13 hochdekorierten Wissenschaftlern, die sehr darüber klagen, dass der neue Impfstoff überhaupt nicht das leistet, was er verspricht. In derselben Ausgabe der Zeitung findet sich im Übrigen gleich ein weiterer Artikel über die aggressiven Kampagnen, mit denen Pharmafirmen ihre Impfstoffe auf den Markt bringen¹.

Und von derselben Autorin stammt auch ein Bericht über eine Klage des gemeinsamen Bundesausschusses an der ständigen Impfkommission (Stiko). Der Stiko wird vorgeworfen, die Empfehlung zur Impfung auf Grund schlampiger Expertisen und Vetternwirtschaft ausgesprochen zu haben. Ebenfalls wird in der SZ berichtet, dass zwei Teenager aus "ungeklärten Gründen" nach der Impfung verstorben seien². Und die Kollegin Cornelia Dunker berichtet in der Fachzeitschrift "Heilpraktiker und Volksheilkunde" über einen Fall plötzlich aussetzender Menstruation und massiven Östrogenmangel bei einer vorher völlig gesunden 16 jährigen.

Nun, dass alle Impfungen risikoreich sind und bei einer anderen Impfung das Risiko sogar größer ist als der angebliche Nutzen³, ist nicht neu.

Es stellt sich allerdings die Frage, in wie weit die Impfung überhaupt nötig ist. Hanns U.P.Tolzien hat die nüchternen Zahlen zusammen getragen.

Laut offizieller Statistik, und damit verweise ich auf den vom Hersteller erwähnten, angeblich 100%igen Schutz, liegt die Erkrankungswahrscheinlichkeit bereits jetzt bei nahezu null, nämlich bei 0,02% pro Jahr. In Zahlen bedeutet das, von den etwa 40 Millionen Frauen in Deutschland erkranken 7000. Das Sterberisiko liegt bei 0,005 % für die weibliche Bevölkerung. Der angeblich 100%ige Schutz durch die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs relativiert sich durch die vorliegenden Zahlen dramatisch, denn selbst wenn er das angebliche "Restrisiko" abdecken sollte, beträgt dies maximal 0,02% und eben nicht 100%. Tolzien gibt seinem Beitrag den Titel: "Nur eines ist sicher – die Nebenwirkungen".

Laut offizieller Lehrmeinung ist die Auslösung von Gebärmutterhalskrebs alleine durch das Human Papilloma Virus nicht möglich. Vielmehr zählen die langjährige Einnahme von Verhütungsmitteln (Pille), häufig wechselnde Geschlechtspartner und das Rauchen zu unbedingten Kofaktoren für die Entstehung der Krankheit.

Wie kommt es also zum Beweis der angeblichen Sicherheit der Impfung? Zunächst ist festzustellen, dass der Beweis bis heute nicht erbracht wurde. Bislang existieren nur Studien des Herstellers über die Wirksamkeit der Impfung und auch diese wurden bislang nicht vollständig vorgelegt. Und bei vom Hersteller eines Medikamentes selbst durchgeführten Studien wird das Ergebnis wahrscheinlich immer positiver ausfallen als bei einer kritischen und unabhängigen Prüfung. Das schreibt zumindest das unabhängige Arznei Telegramm. Bis jetzt wurde die angebliche Wirkung des Impfstoffes nur durch den Nachweis bestimmter Gensequenzen erbracht. Es scheint, als würde bei den geimpften Personen im Gegensatz zur Placebo Gruppe der Gentest auf die Empfindlichkeit gegenüber bestimmten HPV Arten weitgehend negativ ausfallen.

Ist das also ein Grund, ein heranwachsendes Kind zu impfen? Mit Sicherheit nein, denn wenn man berücksichtigt, dass laut offiziellen Angaben jede Frau sich einmal in ihrem Leben mit dem Virus infiziert und dennoch nicht einmal insgesamt 0,1 % der Infizierten erkranken, kann man von einem eindeutigen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang nicht sprechen.

Aber es gibt noch weitere Horrormeldungen. Das online-Mitteilungsblatt des Bund Deutscher Heilpraktiker hat vor kurzem veröffentlicht, dass in Schweden zukünftig alle Mädchen gegen Gebärmutterhalskrebs zwangsgeimpft werden sollen, weil ergaben, dass von 98 Tonsillenkarzinomen 77 vom Serotyp Humanes Papillomavirus-16 ausgelöst wurden. Just also der Serotyp, der bei der Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs mit erfasst wird.

Was soll das jetzt? Können wir das ebenfalls unter der Rubrik "Vermarktungsstrategie" abhaken? Wahrscheinlich, denn die offiziellen und wissenschaftlich bestätigten Angaben sehen anders aus. Die Inzidenz für Oropharynxkarzinome liegt zwischen 0,5 und 2 pro 100.000 Einwohner und Jahr, also bei 0,001%. Dabei erkranken Männer etwa drei- bis viermal so häufig wie Frauen. Die Erkrankung bricht meist zwischen dem sechzigsten und siebzigsten Lebensjahr aus.

Die meisten mit einem Oropharynxkarzinom waren viele Jahre, das heißt krebserzeugenden, Stoffen ausgesetzt. Für in Form von, und, besteht eine unmittelbare Dosis–Wirkungs-Beziehung. Sie lässt das Risiko für eine Krebserkrankung im Hals- und Rachenraum erheblich ansteigen. So konnte bei 85 Prozent der an Kopf-Hals-Krebs erkrankten Patienten ein erhöhter Konsum von und Tabak festgestellt werden.  

Also – halten wir doch einmal fest: An Tonsillenkarzinomen erkranken hauptsächlich ältere Männer auf Grund ungesunder Lebensweise. Deswegen müssen heranwachsende Mädchen geimpft werden.

Das erinnert fatal an das eine Medikament, dessen Gebrauch für Heilpraktiker sehr eingeschränkt wurde, weil damit in 600 Fällen bei einer anderen Berufsgruppe Nebenwirkungen bis hin zu Todesfällen aufgetreten sind.

Das ist halt Logik?!?!

¹ Marketing um jeden Preis (www.sueddeutsche.de)

² Nach der Impfung verstorben (www.sueddeutsche.de)

³ Zeckenimpfung (www.ihre-heilpraktiker.de)

» Gesundheitstipps für das Frühjahr

Gesundheitstipps für das Frühjahr

Ab Februar gilt es für die Allergiker an eine Vorsorge zu denken, um den Verlauf der allergischen Erscheinungen für das kommende Jahr zu mildern. Hierzu kommen folgende Therapieformen in Betracht:

  • Eigenbluttherapie: Nähere Informationen hierzu finden Sie unter Therapien - Eigenbluttherapie.
  • Medikamentöse Begleittherapie wie Homöopathie, Spagyrik, Biochemie nach Dr. Schüßler, Phytotherapie. (Nur um ein paar Beispiele zu nennen). Nähere Informationen hierzu finden Sie unter Therapien.

Ab März / April beginnt der Frühjahrsputz im Haus und Auto; denken Sie doch auch mal an einen "Frühjahrsputz – Frühjahrskur" für Ihren Körper.
Erläuterung: Der Körper ist im Winter vorwiegend auf Zunahme und Speicherung ausgerichtet. Gleichzeitig sind die normalen Ausscheidungsvorgänge, wie zum Beispiel das Schwitzen deutlich vermindert. Darüber hinaus machen wir in unseren Praxen immer wieder die Erfahrung, dass die Menschen gerade im Winter viel zu wenig trinken. Somit kommt es zur Ansammlung von "Schlacken" in den Zellen und Geweben. Nicht umsonst spricht man von dem "Winterspeck". Gleichermassen kommt es aber auch zur Verminderung der Körperkräfte, unter anderem weil die angebotene Nahrung weniger Vitamin- und Energiereich ist, als im Sommer.

Symptome die hierbei dadurch auftreten sind:

  • Frühjahrsmüdigkeit mit Schweregefühl
  • Schlafstörungen
  • Kreislaufstörungen verschiedenster Art
  • Hauterscheinungen als Ersatzausscheidung
  • Haarausfall
  • Müdigkeitserscheinungen mit Abnahme der Körperkraft

Ziel der Frühjahrskur sollte sein:

Blutreinigung und Anregung der natürlichen Ausscheidungsvorgänge mit biologischen Medikamenten, wie Homöopathie, Spagyrik, Biochemie nach Dr. Schüßler, Phytotherapie. (um nur ein paar Beispiele zu nennen). Damit wird den oben genannten Befindlichkeitsstörungen entgegen gewirkt und Sie können "FIT" in das Frühjahr und den Sommer starten.

Notwendige Möglichkeiten der Vorsorge (als grundsätzliche Vorgabe für den nächsten Winter):

  • Tägliche Bewegung an frischer Luft

  • 2 ½ Liter Wasser pro Tag trinken

Vermeiden Sie in Ihrem Ernährungsplan zuviel, zu schwer, zu fett, zu schnell, zu spät abends zu essen.

Achtung: die Sonneneinstrahlung ist gerade im März / April sehr stark und die Haut von der Bränungskapazität nicht darauf vorbereitet. Es kann daher sehr leicht zu ernst zu nehmenden Hautverletzungen gerade beim Frühjahrskilauf kommen.

» Die Mammographie und der verschwundene Brustkrebs

Die Mammographie und der verschwundene Brustkrebs

Eine neue Untersuchung an der Universität in Oslo lässt die medizinische Fachwelt aufhorchen. Es geht in diesem Fall um eine berechtigte Kritik an der bereits seit langem umstrittenen Mammographie. Die Arzte veröffentlichten im Fachblatt Archives of internal medicine (bd 168, S.2311, 2008) einen Beitrag, der belegt, dass mittels häufiger Mammographie Tumore entdeckt wurden, die sich sonst wieder unbemerkt zurückgebildet hätten. Dr.Per-Henrik Zahl, der Leiter der Untersuchung betont dazu, dass es "wohl auch zum natürlichen Verlauf von Brustkrebs gehört, dass einige invasive Tumorarten nicht mehr weiter wachsen, sondern verschwinden". Basis für die Untersuchung war das in Norwegen 1996 eingeführte Mammographie-Screening. Die Wissenschaftler konnten die Daten von 100.000 Frauen, die sich alle zwei Jahre untersuchen ließen und die im Alter zwischen 50 und 64 Jahren waren, mit ähnlich vielen Frauen vergleichen, die nicht am Screening teilgenommen hatten. All diese Frauen nahmen nach einer Gesamtbeobachtungszeit von 6 Jahren an einer Abschlussuntersuchung teil. Rein theoretisch wäre zu erwarten gewesen, dass in beiden Gruppen die gleiche Zahl an Tumoren entdeckt wurde. Das war jedoch nicht der Fall. Bei den Patientinnen außerhalb des regelmäßigen Screenings wurde in 1564 von 100.000 untersuchten ein Brustkrebs festgestellt, bei den regelmäßig untersuchten waren es 1909 Fälle im gleichen Zeitraum.

Die norwegischen Mediziner fassen ihre Studie so zusammen: Man kann nicht sagen, dass Mammographie dazu beiträgt, Todesfälle durch Brustkrebs zu verhindern. Unsere Ergebnisse belegen aber den größten Schaden, der mit der Reihenuntersuchung einhergeht. Hier wird Brustkrebs entdeckt und behandelt, der nie Beschwerden verursacht und sich zurück gebildet hätte.

Und der amerikanische Gesundheitswissenschaftler Kaplan und der Gesundheitsökonom Porzsolt von der Universität Ulm kommentieren: "Obwohl es attraktiv erscheint, Brustkrebs möglichst früh zu entdecken, bleibt der Wert der Mammographie unsicher. Wenn sich das Konzept der Spontanremission bestätigt, sollte der gesamte Ansatz der Brustkrebsforschung und –Therapie überdacht werden."

Aus heilpraktischer Sicht dringend notwendig, denn durch die wahnsinnige Angstmache werden Patientinnen extrem hypersensibilisiert. Letztendlich gibt es vor allem aus den USA besorgte Stimmen, die davor warnen, mittels dem veralteten Verfahren der Mammographie die Brust extrem zu quetschen und in Verbindung mit der nicht unerheblichen Strahlenbelastung Mikrokalcifikationen und Brustkrebs geradezu zu provozieren. Das MRT ist wesentlich weniger belastend und darüber hinaus diagnostisch sicherer, sagt das Zentrum für angewandte apparative Medizin. Diese These wird durch Forschungen der Universität Bonn untermauert.

» Nahrungsergänzungsmittel nicht immer nebenwirkungsfrei

Nahrungsergänzungsmittel nicht immer nebenwirkungsfrei

Vor allem zur Erhaltung der Gelenkfunktionen und zur "Verbesserung der Knorpelschmiere" werden in Deutschland und der Europäischen Union häufig Nahrungsergänzungsmittel angeboten, welche Glucosamin enthalten.

Vor kurzem wies das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) darauf hin, dass diese Produkte bei Personen die cumarinhaltige Medikamente zur Hemmung der Blutgerinnung einnehmen, gesundheitliche Risiken bergen. Das resultiert daraus, das Glucosamin ebenfalls in die Blutgerinnung eingreift und die Blutungsneigung verstärkt.

In einigen – wenn auch wenigen Fällen – traten bei gleichzeitiger Einnahme von Glucosamin und Cumarin Blutungen in verschiedenen Organen auf, in einem Fall auch mit einer schweren Hirnblutung als Folge. Cumarinhaltige Medikamente sind Marcumar, Falithrom, Coumadin, Marivan, Sintrom und andere.

» Schimmelbelastung in Wohnungen

Schimmelbelastung in Wohnungen

Die Belastung durch Schimmel und Pilze in den Wohnungen nimmt in den letzten Jahren zu. Verantwortlich dafür sind natürlich Mängel bei der Bauausführung und undichte Dächer, die zum Eindringen von Wasser führen und die Wände feucht machen. Bei älteren Häusern ist häufig eine nicht sachgerechte Wärmedämmung für das Auftreten von Schimmel verantwortlich, welche die natürliche Ausdünstung der Wände verhindert. Aber auch sehr dicht deckende, billige Außenfarben können einen ähnlichen Effekt hervorrufen. Doch auch das weit verbreitete Dauerlüften mit gekippten Fenstern kann durch Kondensation der Luftfeuchtigkeit in den wärmeren Räumen an den viel kälteren  Wänden zu einer Ausbreitung von Schimmelpilzen führen.

Besonders fatal an der ganzen Sache ist, dass die bei den Betroffenen auftretenden Schleimhautreizungen häufig als "trockene Luft" fehl interpretiert werden. Als Gegenmaßnahme greifen dann viele Menschen zum feuchten Handtuch oder zum Raumbefeuchter und verschlimmern damit die Situation. Bevor man also irgendwelche Maßnahmen in dieser Richtung ergreift, sollte zunächst ein Luftfeuchtig-keitsmesser (Hygrometer) eingesetzt werden, welcher in jedem Baumarkt erhältlich ist. Die optimale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen liegt zwischen 40 und 60 %.

Schimmel und Pilze sind nicht immer auf Anhieb zu erkennen. Jeder hat schon einmal Bilder von ganz schwarzen oder grünen, nassen Wänden in Wohnungen gesehen. Viel schlimmer jedoch als der schwarze Schimmel sind die weißen Schimmelarten, welche mit dem Auge kaum erkennbar sind. Nicht selten werden diese Schimmelausblühungen auch mit Spinnweben verwechselt.

Widersprochen werden muss der landläufigen Meinung, dass der Schimmelbefall einer Wohnung schon am charakteristischen Geruch erkennbar sei. Das stimmt nur in so fern, als einige Menschen diesen Schimmelgeruch sofort erkennen können. Die betroffenen Menschen jedoch nehmen ihn meist nicht mehr wahr, weil sie sich – gerade bei geringen Schimmelbelastungen – auch an die Ausdünstungen gewöhnen. Meist ist es dann der Hinweis eines Bekannten, der den Betroffenen einmal auf seine muffig riechende Kleidung aufmerksam macht. Was im Übrigen gar nicht so leicht ist, wenn man die Vielzahl der Duftwässerchen anschaut, mit denen viele Menschen sich wohlriechend (?) machen wollen.

Eine genaue Schimmelanalyse kann nur durch das Aufstellen von speziellen Nährböden, deren Wachstum mikrobiologisch beurteilt wird, gemacht werden. Umweltlabore und Baubiologen sind hierauf spezialisiert.

Schimmelpilz ist nicht gleich Schimmelpilz – darauf hat das Umweltbundesamt in Dessau in einer vor kurzem veröffentlichten Meldung hingewiesen. Damit soll auch ganz gezielt einer weit verbreiteten Panikmache entgegen gewirkt werden. Wie groß die Gefahr für die Gesundheit ist, hängt mit der Stärke des Befalls und der Empfindlichkeit der Bewohner zusammen.

Generell schwächen alle Schimmelpilze in Wohnungen das Immunsystem und bereiten damit den Boden für das Auftreten weiterer Erkrankungen. Da die Pilzsporen zunächst über die Atemwege aufgenommen werden, sind Bronchial- und Lungenerkrankungen die unmittelbare Folge. Auch die Zunahme von Patienten, die unter asthmaähnlichen Symptomen leiden und häufig mit gering dosierten Cortisoninhalaten behandelt werden, dürfte auf die zunehmende Belastung in Wohnungen zurück zu führen sein. Nicht vergessen werden darf, dass eine erhöhte Schimmelexposition auch zu Pilzerkrankungen der Haut und der Körperhöhlen führen kann. Und last but not least sind natürlich auch Darmpilzerkrankungen möglich, da ja alle zugeführten Nahrungsmittel aus pilzbelasteten Wohnungen mit Schimmelpilzen kontaminiert sind.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass auch bei trockenen Wänden und fehlerfreier Bauweise eine erhöhte Schimmelbelastung in der Wohnung auftreten kann. Ursächlich hierfür sind zunächst die gängigen Niedertemperatur Waschverfahren, welche die überall vorhandenen Schimmelsporen nicht mehr abtöten kann. Via Wäschetrockner werden dann die Schimmelsporen häufig in den Wohnungen herumgeblasen, weil (Originalzitat) "die Abluft ja die Luftfeuchtigkeit erhöht und die zum Trocknen aufgewendete Energie im Haus bleibt."

» Trinkmenge - eine heiße Diskussion kalt abgelöscht

Trinkmenge - eine heiße Diskussion kalt abgelöscht

Jeder lebende Mensch benötigt Flüssigkeit. Der individuelle Flüssigkeitsbedarf ist sehr unterschiedlich und variiert je nach Körpergewicht, Tätigkeit, Außentemperatur und anderen Gegebenheiten manchmal erheblich.

Häufig wird die Frage gestellt, warum sich der Mensch täglich eine nicht unerhebliche Menge Neutralflüssigkeit zuführen muß, obwohl der Einzelne doch gar kein Durstgefühl verspürt. Hierzu ist festzuhalten, daß jeder Mensch permanent über die Haut Flüssigkeit verliert (Perspiratio insensibilis), dies aber noch nicht als Schwitzen empfindet.

Parallel dazu verliert man eine nicht unerhebliche Menge Flüssigkeit allein durch die Atemtätigkeit. Probieren Sie es selbst aus: blasen Sie Ihre Atemluft einige Minuten in ein Hygrometer (Luftfeuchtigkeitsmesser) – Sie werden feststellen, daß die Feuchtigkeit der ausgeatmeten Luft bei etwa 90% bewegt, und das relativ unabhängig von der umgebenden Luftfeuchtigkeit.

Die normale tägliche Trinkmenge eines Menschen errechnet sich mit einer einfachen Formel: Körpergewicht x 0.035 = benötigte tägliche Trinkmenge
Beispiel: 60 kg Körpergewicht x 0.035 = 2.1 Liter tägliche Trinkmenge
80 kg Körpergewicht x 0.035 = 2.8 Liter tägliche Trinkmenge

Zugaben/Abschläge:

  • starke Wärme + 10%
  • anstrengende körperliche Tätigkeit + 15-25%
  • Trockene Luft (Klimaanlage) + 5 %
  • Sehr feuchte Luft (Tropen/Gewächshaus) – 5%
Welche Flüssigkeit wird benötigt?

Als Neutralflüssigkeit gilt an und für sich ausschließlich Wasser. Ganz ohne Konzessionen geht es jedoch offensichtlich nicht, da viele unserer Zungen schon so verwöhnt sind, daß einfaches Wasser vielen Menschen nicht schmeckt. Also tolerieren wir auch noch Zugaben zum Wasser in Form heimischer Säfte (z.B. Apfelsaftschorle), wobei aber unbedingt zu beachten ist, daß diese Säfte auf keinen Fall gesüßt sein dürfen. Außerdem werden Kräutertees und Früchtetees toleriert.

Wozu benötigt der Körper Neutralflüssigkeit?

Viele Aufgaben sind ohne Wasser bzw. Neutralgetränke nicht lösbar. Man denke als Beispiel nur an die Ausscheidung von Schlacken und Säuren (z.B. Harnsäure), die im Körperstoffwechsel entstehen. Die meisten dieser Substanzen werden über die Nieren und den Urin ausgeschieden. Je niedriger die Trinkmenge, umso intensiver muß die Niere die Schlackenstoffe auf eine geringe Flüssigkeitsmenge konzentrieren. Manche Schlacken können gar nicht ausgeschieden werden und gelangen in die Depots – meist im Bindegewebe. Hieraus resultieren möglicherweise spätere Krankheiten wie Gicht und harnsaure Diathese.

Interessant ist in diesem Zusammenhang übrigens eine wissenschaftliche Erkenntnis. Im Zuge der BSE-Problematik und der Suche nach der daraus angeblich entstehenden Creutzfeld-Jakob-Erkrankung beim Menschen wurden Verstorbene, die im Alter unter Verwirrtheitssyndromen und Alzheimer'scher Erkrankung litten, häufiger als früher seziert. Bei allen fand man eine Austrocknung des Gehirns, welche als Ursache für diese Störungen angesehen wird.
Vergessen wir nicht: der menschliche Körper besteht zum größten Teil aus Wasser, und dieses Wasser muss täglich neu zugeführt werden!

Zu beachten ist, dass coffeinhaltige Getränke (Kaffee, Schwarztee) und Genußmittel (Cola, zuckerhaltige Getränke, Bier) nicht zu den Neutralgetränken zählen, da sie die Austrocknung des Körpers beschleunigen. Oder würden Sie mit Kaffee oder Limonade Ihr Auto waschen?

E-Book zum Thema "Schweinemast & Schweinefütterung"